Regulatorische Entwicklungen im Online-Glücksspiel: Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz

Die rechtliche Situation des Online-Glücksspiels ist ziemlich unübersichtlich. Daher nutzen wir die Gelegenheit, um zu schauen, wie die Dinge in Deutschland und der Schweiz zurzeit stehen.

Starten wir mit Deutschland. Obwohl schätzungsweise eine halbe Million Pokerspieler in Deutschland zuhause ist, dürften Sie aufgrund der aktuellen Gesetzeslage Mühe haben, hierzulande ein legales Online-Poker-Angebot zu finden.

Seit Jahren verfolgen Bundesregierung und Länder eine ziemlich restriktive Politik gegenüber Online-Glücksspielen. Durch den 2008 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) verboten sie diese ganz. Der GlüStV wurde 2012 revidiert und lässt seither eine beschränkte Anzahl Lizenzen für Sportwetten zu. Dies wurde nicht nur von den Betreibern heftig kritisiert, sondern auch von der Europäischen Union, die in der willkürlichen Obergrenze für die Anzahl Lizenzen eine Verletzung des europäischen Rechts sieht. Darüber hinaus sind Online-Casinospiele und Online-Poker nach Bundesrecht noch immer nicht legal.

Die meisten Formen des Glücksspiels sind auf Bundesebene in Deutschland illegal. Die einzigen erlaubten Arten des Glücksspiels sind: Lotto, lotterieartige Spiele, Online-Lotto, Sportwetten, und Online-Sportwetten. Allerdings gilt dieses Verbot nur für inländische Betreiber. 2016 entschied der Europäische Gerichtshof, dass unlizenzierte Glücksspiel-Webseiten in Deutschland nicht blockiert oder unter Strafe gestellt werden dürfen. Seither akzeptieren viel mehr Glücksspiel-Webseiten deutsche Spieler. Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Report.

Und was ist mit den Schweizern? Wie es scheint, haben sie einen anderen Ansatz gewählt.

Es gibt die Absicht, Online-Casinospiele, Online-Poker und private Pokerrunden mit geringen Einsätzen zu legalisieren. Die Motivation der Schweizer Regierung hinter diesem Schritt scheint im Umstand zu liegen, dass die lokalen Casinos in den letzten Jahren Kunden an ausländische Wettbewerber wie Casino.com verloren haben, die Online-Glücksspiele anbieten. Dies wiederum bedeutet weniger Steuereinnahmen für die Regierung. Die Legalisierung soll nach deren Überzeugung den Trend umkehren und die Staatskasse wieder etwas mehr füllen.

Glücksspiele sind in der Schweiz legal. Online-Glücksspiele sind technisch gesehen momentan illegal. Das neue Online-Glücksspielgesetz wird nicht vor 2019 erwartet, was bedeutet, dass ausländische Gesellschaften zurzeit nicht in den Schweizer Glücksspielmarkt eintreten können. Bis 2019 die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen eingeführt werden, werden Schweizer Spieler, die ihre Wetten auf ausländischen Glücksspiel-Webseiten platzieren, aber nicht verfolgt. Lesen Sie mehr in unserem ausführlichen Report.

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