Ost-Asien bekämpft illegale Wetten

Europäische Buchmacher werden ziemlich beschäftigt sein, Wetten auf die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2016 anzunehmen. In Ost-Asien dagegen bemüht man sich, die Bürger davon abzubringen illegale Wetten auf die Meisterschaft abzuschließen.

Dies ist keine leichte Aufgabe. Der globale Markt für Sportwetten wird auf zwischen 450 Milliarden Dollar und 3 Billionen Dollar geschätzt. Davon sollen ungefähr 65% Wetten auf Fußballspiele sein.

Die Zahlen stellen nur Schätzungen dar, da die große Mehrheit der Sportwetten illegal ist und von organisierten Verbrecherbanden in Ost-Asien organisiert wird. Eine dieser kriminellen Gruppierungen wurde 2014 durch Interpol aufgelöst. Allein durch Wetten, welche über illegale Online Glücksspielportale stattfanden, verdienten die Betreiber 2,2 Milliarden Dollar.

Razzien in Asien

Im Ost-Asiatischen Raum sind Sportwetten fast überall verboten. In Thailand wurde der Druck auf illegale Buchmacher massiv erhöht, als die Militärregierung 2014 dort die Macht übernommen hatte. Damals wurden während der Weltmeisterschaft 800 Wettgeschäfte geschlossen, sowie fast 1000 Verhaftungen durchgeführt, von denen die meisten Spieler waren.

Es wird davon ausgegangen, dass es dieses Jahr nicht anders verläuft. Die Polizeichefs haben ihren Untergebenen den Befehl erteilt, Buchmacher und Spieler mit einer noch nie dagewesenen Härte des Gesetzes zu verfolgen.

Auch in der Region von China bis Malaysia werden ähnliche Methoden zum Einsatz gebracht. In Hong Kong geht die Gefängnisaufsicht so weit, dass die Namen der Insassen auf ihre Zigaretten geschrieben werden, um zu vermeiden, dass diese als Währung für Glücksspiele missbraucht werden.

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